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Schneespur
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Betrieb & Self-Hosting

Updates & Cron im Betrieb

Wie Schneespur im laufenden Betrieb aktuell bleibt: das integrierte Auto-Update-System mit seinen kryptographischen Prüfungen und der eine Cron-Job, der alle Hintergrundaufgaben steuert.

Im laufenden Betrieb sind zwei Dinge wichtig: dass die Software ohne Kommandozeile aktuell bleibt und dass die Hintergrundaufgaben zuverlässig laufen. Beides ist so gebaut, dass es auf gewöhnlichem Shared Hosting ohne SSH funktioniert.

Das Auto-Update-System

Schneespur bringt ein integriertes Update-System mit, das die Software auch ohne SSH-Zugang aktuell hält. Der Ablauf:

  1. Schneespur prüft einmal täglich automatisch den Update-Server auf neue Versionen (konfigurierbar, vollständig deaktivierbar).
  2. Liegt eine neue Version vor, erscheint sie im Admin-Dashboard — mit Versionsnummer und Changelog.
  3. Der Admin entscheidet selbst, ob und wann installiert wird. Automatisch wird nie aktualisiert.
  4. Auf Knopfdruck wird das Update heruntergeladen, geprüft und installiert. Während der Installation geht die Anwendung kurz in den Wartungsmodus.
  5. Datenbank-Migrationen laufen dabei automatisch mit.

Die kryptographischen Prüfungen

Jedes Update durchläuft mehrere Prüfungen, bevor es eingespielt wird. Der Grund: Ein Update-Mechanismus, der per Klick aus dem Netz installiert, ist nur dann vertretbar, wenn er manipulationssicher ist.

  • Ed25519-Signaturprüfung: Jedes Update-Manifest ist digital signiert. Ein fest in der Software eingebauter Root-Schlüssel verifiziert die Echtheit.
  • Trust-Liste mit Schlüsselrotation: Der Server kann Signaturschlüssel rotieren, ohne dass ein Code-Update nötig ist. Kompromittierte Schlüssel lassen sich sofort widerrufen.
  • SHA-256-Prüfsumme: Die heruntergeladene Datei wird byte-genau gegen die signierte Prüfsumme abgeglichen.
  • Rollback-Schutz: Ein monoton steigender Zähler verhindert, dass ältere Versionen als Update ausgespielt werden.

Weder der Transportweg noch der Update-Server können ein manipuliertes Update einspielen, solange der Root-Schlüssel sicher ist. Dieselbe Signatur-Logik nutzen auch die Module — Details unter Modul-Signierung & Verteilung.

Volle Kontrolle behalten

  • Updates werden nie automatisch installiert — der Admin entscheidet.
  • Die automatische Prüfung lässt sich komplett deaktivieren.
  • Vor jedem Update wird ein Backup empfohlen; die in die Software integrierte Hilfe erklärt, wie. Für automatisierte Backup-Ziele gibt es zusätzlich das modulseitige Backup-System (siehe Speicher & Backup).
  • Schlägt eine Installation fehl, bleibt die Software im Wartungsmodus und kann beim nächsten Versuch ohne Datenverlust erneut aktualisiert werden.

Der eine Cron-Job

Über das Update hinaus braucht Schneespur im Betrieb nur eine laufende Voraussetzung: einen einzigen Cron-Job, der jede Minute ausgeführt wird. Aus ihm werden alle Hintergrundaufgaben gesteuert:

  • Wetterdaten abrufen — automatisch bei Einsatzstart und -ende
  • E-Mail-Benachrichtigungen versenden — asynchron nach Einsatzabschluss
  • Datenbereinigung — abgelaufene Einsatzdaten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist aggregieren und löschen
  • Update-Prüfung — der oben beschriebene tägliche Check
  • Cron-Heartbeat — die Statusprüfung, ob der Cron-Job selbst läuft

Kein Daemon, kein Root-Zugang

Anders als viele Serveranwendungen braucht Schneespur keinen dauerhaft laufenden Hintergrundprozess. Statt eines queue:work-Daemons, den ein Shared-Hoster nach wenigen Minuten beenden würde, verarbeitet Schneespur bei jedem Cron-Lauf alle wartenden Aufgaben und beendet sich dann wieder. Das funktioniert zuverlässig auf jedem Webhosting, das Cron-Jobs unterstützt.

Ausfallsicherheit

Läuft der Cron-Job einmal nicht — etwa weil das Hosting kurz nicht erreichbar war —, gehen keine Daten verloren. Einsätze werden weiterhin korrekt erfasst; Wetterdaten und Benachrichtigungen werden beim nächsten Lauf nachgeholt. Der Cron-Heartbeat macht ein dauerhaftes Problem im Dashboard sichtbar, sodass Sie es bemerken, bevor es auffällt.