Über das Projekt
Eine Software für Winterdienst-Dokumentation. Mehr nicht.
Schneespur ist die deutsche, quelloffene Software für die digitale Einsatzdokumentation im Winterdienst — auf eigenem Webhosting, ohne Cloud-Zwang, ohne Abo. Diese Seite erklärt, woher das Projekt kommt und woran es sich messen lässt.
Warum es Schneespur gibt
Winterdienst-Betriebe stehen unter Nachweisdruck: Verkehrssicherungspflicht ist Realität, die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche beträgt typischerweise drei Jahre. Wer im Haftungsfall belegen muss, dass ordentlich geräumt wurde, braucht mehr als handschriftliche Notizen oder verstreute WhatsApp-Bilder.
Die verfügbaren Optionen waren bisher binär: entweder Excel und Papier (mühsam, manipulierbar) oder Cloud-Software mit Monatsabo, Vendor-Lock-in und der Frage, was mit den Daten passiert. Für viele kleine Betriebe passt beides nicht.
Schneespur ist die dritte Option: eine Open-Source-Software, die auf klassischem Webhosting läuft, GPS-Tracks und Wetterdaten automatisch erfasst und daraus belastbare Einsatznachweise erzeugt — ohne dass jemand monatlich abkassiert oder die Daten in eine fremde Cloud zieht.
Sechs Werte, an denen sich das Projekt messen lässt
Jede dieser Aussagen lässt sich überprüfen — entweder im Code, in der öffentlichen Roadmap oder im Verhalten der Software.
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Eigentum
Der Betreiber besitzt seine Software und seine Daten. Self-Hosting auf eigenem Webhosting, offene MySQL-Datenbank, freier Export — kein Dritter sitzt zwischen Betrieb und Daten.
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Transparenz
Nichts ist versteckt. Der Quellcode liegt auf GitHub, die Roadmap ist öffentlich, jede Änderung steht im Changelog. Es gibt keine Telemetrie, kein „phone home".
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Pragmatismus
Die Software läuft dort, wo Winterdienst-Betriebe ohnehin sind: auf klassischem Shared-Hosting bei deutschen Anbietern. Kein Docker-Zwang, kein Cloud-Account, kein Cluster.
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Langlebigkeit
Kein künstliches „End of Life" durch Anbieter-Entscheidung. Eine installierte Version bleibt nutzbar, solange der Betreiber sie betreibt. Updates sind freiwillig.
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Ruhe
Keine künstliche Dringlichkeit, keine FOMO-Schlagzeilen, keine Buzzwords. Was die Software tut, lässt sich in einem Satz beschreiben — und das reicht.
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Praxisnähe
Gebaut für reale Betriebe — Einzelunternehmer, Hausmeisterdienste, kleine und mittlere Winterdienst-Betriebe. Nicht für Konzernstrukturen, nicht für „Enterprise-Use-Cases".
Wer dahinter steht
Schneespur wird als privates Open-Source-Projekt betrieben — von einer Einzelperson in Deutschland, nicht von einer Firma, einer GmbH oder einem Konzern. Das ist eine bewusste Entscheidung: kein Investorendruck, kein Verkaufsdruck, kein Zwang zum Wachstum.
Die rechtlich erforderlichen Angaben — vollständiger Name, Anschrift, Telefonnummer — stehen im Impressum . Sie sind dort auch genau richtig: bewusst nicht prominent auf jeder Seite, aber jederzeit auffindbar.
Daraus folgt eine ehrliche Konsequenz: Schneespur ist nicht das richtige Werkzeug für einen Betrieb, der eine Hotline mit garantierten Reaktionszeiten erwartet. Es ist das richtige Werkzeug für einen Betrieb, der lieber Eigentum an seiner Software hat als ein Service-Level-Versprechen.
Schneespur und Wintertrace
Dieselbe Software, zwei Markenfrontends — eines für den deutschen Markt, eines für den internationalen. Die Tonalität unterscheidet sich, die Substanz nicht.
| Aspekt | Schneespur | Wintertrace |
|---|---|---|
| Sprache | Deutsch | Englisch |
| Markt | Deutschland und DACH | International |
| Rechtsbezug | Verkehrssicherungspflicht, DSGVO | Bewusst breit gehalten |
| Software | identisch | identisch |
Die englische Schwesterseite ist erreichbar unter wintertrace.com .
Was Schneespur ausdrücklich nicht ist
Klarheit über das, was nicht versprochen wird, gehört zur Vertrauensbasis.
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Kein Routenoptimierer
Tourenplanung bleibt beim Betreiber — Schneespur dokumentiert, was passiert ist, nicht was geplant ist.
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Kein ERP
Buchhaltung, Rechnungswesen und Auftragsverwaltung gehören nicht zu Schneespur. Es ist ein Dokumentations-Werkzeug, nichts darüber hinaus.
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Kein Überwachungs-Tool
GPS-Daten dienen dem Einsatznachweis, nicht der Mitarbeiterkontrolle. Die DSGVO-Werkzeuge sind integriert, weil das von Anfang an mitgedacht wurde.
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Kein Rechtsberater
Die Software unterstützt die Dokumentation der Verkehrssicherungspflicht. Sie ersetzt keine anwaltliche Beratung und gibt keine juristischen Garantien.
Vertrauen entsteht durch Belegbarkeit
Die direkteste Prüfung ist ein Blick in den Code oder die öffentliche Roadmap. Beides liegt auf GitHub.