GPS-Tracking
GPS-Tracking im Winterdienst — ohne Cloud-Drittanbieter
Schneespur nutzt die freie OwnTracks-App auf dem Fahrer-Smartphone. Die Standortdaten gehen direkt an Ihre eigene Schneespur-Installation — keine Cloud-Vermittlung, keine zusätzliche Hardware, keine Lizenz pro Fahrzeug.
Warum klassische GPS-Lösungen schlecht passen
Drei Schwachstellen, die im Winterdienst-Alltag spürbar werden.
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Cloud-GPS-Anbieter kassieren mit
Klassische Flotten-Tracking-Anbieter rechnen pro Fahrzeug und Monat ab. Bei einem Räumdienst mit drei Fahrzeugen sind das schnell mehrere hundert Euro pro Jahr — für eine Funktion, die im Winterdienst nur ein paar Wintermonate produktiv genutzt wird.
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Daten beim Drittanbieter
Bei Cloud-GPS-Diensten landen die Standortdaten zuerst beim Anbieter, dann ggf. in der Auswertungs-Software. Der Datenfluss ist intransparent, der Zugriff im Streitfall umständlich. Bei Datenschutz-Audits zur Mitarbeiterüberwachung ist das eine Schwachstelle.
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Hardware-Bindung
Manche Anbieter verkaufen das System nur mit eigener Tracking-Hardware — fest verbaut im Fahrzeug, mit eigener SIM-Karte und Anbieter-Lizenz. Bei einem Anbieter-Wechsel beginnt der Aufbau von vorn.
Warum OwnTracks die richtige Antwort ist
Vier Eigenschaften, die OwnTracks von klassischen GPS-Cloud-Diensten unterscheiden.
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Open-Source-App
OwnTracks ist seit über zehn Jahren etablierte Open-Source-Software für iOS und Android. Kein proprietärer Code, keine Anbieter-Bindung, kein Cloud-Konto erforderlich.
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Smartphone als Hardware
Jeder Fahrer hat ohnehin ein Smartphone. Keine separate GPS-Box, keine Verkabelung im Fahrzeug, kein SIM-Karten-Aufwand. Bei einem Fahrer-Wechsel ist die Einrichtung in zwei Minuten erledigt.
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Direkter Datenfluss
OwnTracks sendet Standortdaten direkt an die eigene Schneespur-Installation auf dem Webhosting. Kein Cloud-Vermittler, kein Drittanbieter-Server, keine fremde Kontrolle über die Daten.
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Akkuschonender Betrieb
OwnTracks ist auf möglichst geringen Energieverbrauch optimiert. Während eines Einsatzes ist die Auslastung erhöht, aber für typische Winterdienst-Schichten unkritisch.
Was pro GPS-Punkt erfasst wird
Sechs Datenfelder, die zusammen den Punkt einordnen — Position allein ohne Genauigkeit und Zeitstempel wäre wenig wert.
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Koordinaten | Breite und Länge in WGS84 — Standard für GPS-Anwendungen. |
| Zeitstempel | UTC-Zeit, vom Smartphone-GPS bezogen. Server-Korrektur protokolliert. |
| Höhe | Höhe über Meer in Metern — zur Plausibilität gegen Karten-Daten. |
| Geschwindigkeit | Geschwindigkeit in km/h — hilft bei der Unterscheidung von Räum-/Streufahrt und Standzeit. |
| Genauigkeit | Geschätzte Standortgenauigkeit in Metern — wichtig für die Bewertung der Daten. |
| Akkustand | Batteriestand des Smartphones — als Indiz für Geräte-Zuverlässigkeit über die Schicht. |
Datenintegrität — was die GPS-Daten glaubwürdig macht
Drei Mechanismen, die GPS-Daten von Schneespur als Nachweis tauglich machen — über die reine Aufzeichnung hinaus.
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Sperrung nach Einsatzende
Sobald ein Einsatz beendet ist, werden die zugehörigen GPS-Punkte technisch gesperrt. Sie können nicht mehr nachträglich verändert werden — weder von Admin noch von Fahrer.
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Audit-Trail bei Eingriffen
Sollte eine ausnahmsweise nötige Korrektur per Admin-Sonderfunktion erfolgen, wird sie mit Zeitstempel und verantwortlichem Konto protokolliert. Glättungs-Tricks lassen sich nicht verstecken.
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Direkt auf eigenem Server
Die Daten landen nicht im Cloud-Speicher eines Drittanbieters — sie liegen auf Ihrem Webhosting. Damit ist die Datenhoheit klar, und die DSGVO-Pflichten sind beim Betreiber selbst, nicht bei einem auftragsverarbeitenden Cloud-Dienst.
Einrichtung in drei Schritten
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Fahrer im Admin anlegen
Name, Standardfahrzeug, ggf. Kontaktdaten — fertig. Schneespur erzeugt automatisch OwnTracks-Zugangsdaten.
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QR-Code anzeigen
In der Fahrer-Karte den Konfigurations-QR-Code öffnen. Er enthält Server-Adresse und Zugangsdaten — kein manuelles Tippen.
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OwnTracks-App scannen lassen
Der Fahrer öffnet OwnTracks auf seinem Smartphone, scannt den QR-Code und ist verbunden. Erste Test-Bewegung sofort sichtbar im Admin.
Fragen zum GPS-Tracking
- Was kostet das GPS-Tracking?
- Nichts — sowohl OwnTracks als auch Schneespur sind kostenlos. Sie zahlen keine Lizenz pro Fahrzeug und kein Daten-Volumen an einen Drittanbieter.
- Wird das GPS auch außerhalb von Einsätzen aufgezeichnet?
- Schneespur zeichnet GPS-Daten nur während aktiver Einsätze auf. Zwischen den Einsätzen kann der Fahrer den Tracking-Modus in OwnTracks deaktivieren — die Datenminimierung ist hier explizit gewollt.
- Wie genau ist die Standort-Bestimmung?
- Typische Smartphone-GPS-Genauigkeit liegt bei fünf bis zehn Metern. Die Genauigkeit pro Punkt wird mitgespeichert — bei schlechten Bedingungen (etwa zwischen Hochhäusern) lässt sich das im Nachhinein erkennen und einordnen.
- Was, wenn das Smartphone keinen Empfang hat?
- OwnTracks puffert die Daten lokal und überträgt sie, sobald wieder Verbindung besteht. Der Zeitstempel bleibt der ursprüngliche — nicht der Übertragungszeitpunkt.
- Ist das eine Mitarbeiterüberwachung?
- Die Daten werden während aktiver Einsätze zur Dokumentation erfasst — nicht zur dauerhaften Standortverfolgung. Die DSGVO-Werkzeuge (Anonymisierung, Aufbewahrungsfristen) sind integriert. Eine arbeitsrechtliche Klärung mit der eigenen Belegschaft bzw. dem Betriebsrat bleibt empfohlen.
- Kann ich die GPS-Daten exportieren?
- Ja, als CSV oder als Bestandteil des ZIP-Exports im Kontext einer DSGVO-Auskunft. Außerdem erscheinen sie im PDF-Einsatznachweis als Vektorgrafik und in Tabellenform.
Schneespur herunterladen
Signiertes ZIP-Paket. Auf das eigene Webhosting hochladen, Domain im Browser aufrufen — der Browser-Assistent richtet den Rest in etwa zehn Minuten ein. Open Source unter AGPLv3.
Alle Download-Details — Systemanforderungen, Signatur, Lizenz.